Entstehung

1975 gab es für unsere Pfarre ein großes Ereignis: Eine gebürtige Loosdorferin, Maria Theresia Ledochowska, wurde vom heiligen Vater in Rom seliggesprochen. Für die ganze Pfarrgemeinde ein Grund sich zu freuen und zu feiern. Maria Theresia hatte ihr Leben im Geist des hl. Petrus Claver für Afrika eingesetzt, vor allem gegen die Sklaverei, den Sklavenhandel und für die Mission.


Zu ihren Ehren wurde eine Festwoche veranstaltet, bei der auch das von ihr geschriebene Theaterstück „Zaida, das Negermädchen“, aufgeführt wurde. Es wurden Darsteller gesucht – Erwachsene aus der ehemaligen katholischen
Jugend, junge Menschen und viele Kinder. Es war damals für die Gruppe eine große Herausforderung, ein Stück über einen fremden Erdteil, über fremde Menschen – Schwarze und Araber – und deren Probleme glaubhaft auf der Bühne in Szene zu setzen. Achtmal konnte das Stück vor vollem Haus aufgeführt werden.

Von dem großen Erfolg von Zaida motiviert, wurde nun die Pfarrbühne Loosdorf gegründet, die 1978 die nächsten Aufführungen darbot. Die Pfarrbühne wollte so an der Verkündigung mitarbeiten. Gespielt wurden zwei Einakter von
Leo Tolstoi: „Wo die Liebe ist, da ist auch Gott“ und „Gott sieht die Wahrheit“. Tolstoi, ein russischer Graf, will mit seinen Stücken zu einem einfachen Leben im Sinne des Evangeliums aufrufen. Der erzielte Reingewinn wurde pfarrlichen Anliegen zur Verfügung gestellt.


Im Jahr der Behinderten wurde das Stück „Kein Platz für Idioten“ gespielt. Hier wurden die Zuschauer aufgefordert, ihren Umgang und ihr Denken mit und über Behinderte zu überdenken. Ab diesem Zeitpunkt wurde nun jährlich ein Stück dargeboten.

 

Bei der Auswahl der Stücke wurde immer auf Abwechslung geachtet. So wurden Stücke von verschiedenen Autoren, Verlagen und Themen gespielt und neben der Verkündigung sollte auch das Lachen nicht zu kurz kommen.

Auch im bühnentechnischen Bereich hat sich vieles getan. Kulissen und Scheinwerfer mussten anfänglich ausgeborgt werden. Nach und nach wurden aber immer mehr Bühnenelementeb gebaut und die Beleuchtung ergänzt. Aber erst der neu restaurierte Saal im Bildungs- und Kulturzentrum eröffnete unserer Theatergruppe ganz neue Möglichkeiten.

 

Bereits ab dem Beginn im Jahre 1975 wurde bei allen Vorstellungen im Vorraum des Pfarrsaales ein Büfett eingerichtet. Schon bald übernahmen Frau Emma und Herr Leopold Denk zusätzlich zum Kartenvorverkauf auch die Organisation und Betreuung des Büfetts. In den Pausen wurden neben Erfrischungen auch Süßigkeiten und „Saures“ angeboten. Von
Familie Denk wurde dies bis zum Jahr 1996 durchgeführt. Danach musste Frau Denk aus gesundheitlichen Gründen die Büfettbetreuung abgeben. An dieser Stelle  so der Familie Denk für das jahrelange Engagement sehr herzlich und aufrichtig gedankt; Sie hat zur Entwicklung der Pfarrbühne wesentlich beigetragen.

Ab 1997 wurde beim Büfett versucht, mit einem vergrößerten Team das Angebot zu erweitern. Obwohl das Platzangebot
keine zu großen Veränderungen zugelassen hat, wurden aber diese Neuerungen von den Theaterbesuchern sehr gut angenommen.

Beim großen Pfarrsaalumbau wurde auch dem Büfettbereich ein großes Augenmerk geschenkt. So konnten ab 2001 durch die neue Küche erstmals auch kleinere, warme Speisen angeboten werden. Im selben Jahr wurde auch der neu entstandene Kellerbereich als „Theaterkeller“ adaptiert. Dieses neue Service für die Besucher der Pfarrbühne wurde sehr gut angenommen. Seither bleiben viele Gäste auch nach den Vorstellungen im BUK und lassen bei gutem Essen und Trinken den Theaterabend ausklingen.


Viele zusätzliche Helfer wurden notwendig und auch Ihnen soll an dieser Stelle sehr herzlich Dank gesagt werden, denn ohne den vielen helfenden Händen, wäre der großartige Erfolg nicht möglich gewesen. Nicht zuletzt muss an dieser Stelle auch den Sachspendern aufrichtig gedankt werden, da gerade diese Unterstützungen jedes Jahr wesentlich am Erfolg beitragen.


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